Mittwoch, 11. Juli 2007

Porto Maghera - Die letzten Feuer

Filmvorstellung & Diskussion

18.07. - 19:00

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AJZ Between, Bahnhofstr. 47, 6900 Bregenz

Unter dem Namen »Operaismus« hat in den letzten Jahren eine aus Italien kommende Theorie auch im deutschen Sprachraum Widerhall gefunden, die die Marxschen Vorstellungen der radikalen Umwälzung der Gesellschaft zu erneuern versucht. Die heutige Variante setzt vor den »Operaio« (Arbeiter) allerdings die Vorsilbe »Post-«; die Zeit »nach« den Arbeitern und Arbeiterinnen sozusagen, geprägt von »Multituden«, »immaterieller Arbeit« und »Prekariat«.

In den 60er Jahren gab es die Vorsilbe »Post« noch nicht - dass der Weg zu einer anderen Gesellschaft nicht daran vorbei kommt, die Produktionsverhältnisse umzuwerfen, war klar. In einem beispiellosen Kampfzyklus versuchte die Arbeiterklasse in Italien zwischen Mitte der 60er und Mitte der 70er Jahre »den Himmel zu stürmen«. Die Kämpfe in Turin (Fiat) und Mailand (Pirelli, Alfa Romeo) sind auch heute noch einigermaßen bekannt. Fast vergessen hingegen die Kämpfe im katholisch geprägten Veneto: in Conegliano, Valdagno und eben im Industriegebiet Porto Marghera, wo 2 km vom historischen Zentrum Venedigs entfernt Italiens größter Petrochemiekomplex stand.

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